Wenn Eltern bei der Geburt erfahren, dass ihr Kind eine schwere Behinderung hat, tut das der Liebe meist keinen Abbruch. Doch der Alltag mit einem pflegebedürftigen Kind, das anders als ein Säugling nie aus den Windeln wächst oder selbstständig essen wird, bedeutet pausenlosen Einsatz. Das bringt die Eltern oft an die Grenzen ihrer Belastbarkeit.

Obwohl die Politik pflegende Angehörige in höchsten Tönen lobt, gibt es in Berlin keinen Ort, der ihnen eine mehrtägige Auszeit ermöglicht. Um das zu ändern, haben betroffene Mütter den Verein einePause gegründet. Sein Ziel: Ein „Pausen Haus“, in dem schwerbehinderte Kinder und Jugendliche nicht nur gepflegt, sondern auch pädagogisch betreut werden – damit die Eltern einmal abschalten und wieder auftanken können.

Von Matthias Bertsch

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