Im Blick: zu pflegende Kinder und ihre Familien

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Im Herbst 2019 haben betroffene pflegende Familien und andere Unterstützer*innen den Verein einePause e.V. gegründet.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die schon Jahre zuvor senatsseitig bestätigte Versorgungslücke in Berlin zu schließen, mit dem Aufbau einer kind- und familienorientierten Kurzzeitwohneinrichtung.

Wir sehen in unseren eigenen Familien und in unserem Umfeld, wie dauerhaft herausfordernd und erschöpfend die tagtägliche Realität einer pflegenden Familie ist.

Dies  begründet die Notwendigkeit einer Einrichtung, in der die Eltern von dem zehrenden Pflegealltag eine Pause nehmen können, um wieder Kraft zu schöpfen, während ihre Kinder in einem Zuhause auf Zeit, würde- und liebevoll betreut werden. Dadurch könnte man auch der schwierigen, meist ungern getroffenen und emotional quälenden Entscheidung vorbeugen, das betroffene Kind dauerhaft in eine stationäre Wohneinrichtung abgeben zu müssen.

Viele Eltern berichten allerdings neben den erhöhten Anforderungen auch von den Bereicherungen, die ein Kind mit sich bringen kann, das die Welt anders wahrnimmt und somit die Eltern zuweilen zwingt, bekannte Handlungsstrategien und gewohnte Denkmuster zu verlassen, um neuen Wegen und Perspektiven Raum zu geben.

Um den Berliner Familien zu ermöglichen, diese Qualitäten nicht aus den Augen zu verlieren und um allen Familienmitgliedern einer durch die Situation des pflegeintensiven (Geschwister-) Kindes entstandenen Erschöpfung eine Entlastung zu bieten und um eine sanfte Ablösung vom Elternhaus zu üben, sehen wir den Auftrag des einePause-Hauses.

Was momentan ansteht, sehen Sie unter aktuell.

Den Weg, den wir bisher gegangen sind, sehen Sie in der Chronik.

Wer wir sind, lesen Sie hier:

Mit dem „einePause-Haus“ möchte ich einen kleinen Beitrag zur Erhöhung von Lebensqualität der Familien mit chronisch kranken oder pflegebedürftigen Kindern leisten.

Iewa Berzina-Hensel, Foto: privat
Iewa Berzina-Hensel, Foto: privat

 

Ich habe das Gefühl auf Vollbremse zu stehen, ich habe Existenzangst, ich habe meine Arbeit verloren, ich fühle mich isoliert, meine Kontakte zu anderen sind weggefallen oder total eingeschränkt, ich habe Probleme mit meinem Mann zu Hause, die familiären Verhältnisse sind sehr angespannt, ich habe Angst weitere Kinder zu bekommen, ich kann nicht ausgehen, ich kann nur unter bestimmten Bedingungen und mit großem Aufwand mal ins Kino und Theater gehen. Ich kann keinen Urlaub machen, ich kann nicht Wandern gehen, ich kann nicht mal ausschlafen. Ich möchte mal ein normales Leben haben!

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Wie bin ich zu der Idee des „einePause-Hauses“ gekommen und warum brauchen wir eins ?

Annika Eysel, Foto: privat
Annika Eysel, Foto: privat

 

Mit der Geburt meiner zweiten Tochter Lena, habe ich unbekannte Landschaften betreten. Sie hat ein sehr seltenes Mosaiksyndrom, ein kleines Genärmchen zu viel und schon ist alles anders. Wie vielfältig Menschen sein können und was ein Leben ausmacht und was uns eigentlich berechtigt zu urteilen, welches Leben wie erfüllt zu bezeichnen ist, all das hat unser Leben und das der ganzen Familie besonders bereichert. Lena hat mir das Lieben gelehrt. Ich bin ihr dafür sehr dankbar.

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Vereinssatzung einePause e.V. (PDF 1,5 MB)

Beitrittserklärung einePause e.V. (PDF 104 KB)

Selbsthilfegruppe